Vorwort zur Schornsteintechnik

Neben der Zentralheizung mit Öl oder Gas kommen immer öfter mit festen Brennstoffen betriebene Heizungsanlagen, Kamin- oder Kachelöfen zum Einsatz. Die  verschiedenen Brennstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Korrosions-, Säure- und Rußbrandbeständigkeit an die Abgasanlage. Für die Aufstellung der Abgasanlage sind besondere Vorschriften zu beachten, die den Brandschutz und die Funktionsfähigkeit des Abgassystems betreffen.

Die folgenden Ausführungen geben eine Übersicht.

Einzelheiten sind der DIN V 18160-1 sowie den Feuerungsverordnungen der Bundesländer zu entnehmen.

Ansprechpartner zur Klärung baurechtlicher Fragen sind Schornsteinhersteller und der Bezirksschornsteinfegermeister.

Entsprechend den Mitteilungen des Deutschen Instituts für Bautechnik vom April 2007 überlagern die Abschnitte 1 bis 5,6,6.1,6.3, 6.4, 6.6 bis 6.8, 6.10.3, 6.10.4, 6.11, 7 bis 13 von DIN 18160-1:2006-01 die Landesregelungen, soweit die Muster-Feuerungsverordnung vom Juni 2005 nichts Abweichendes regelt.

Heizungsanlagen und Feuerstätten erzeugen Rauch- und Abgase. Jedes Haus benötigt daher eine Abgasanlage, die diese sicher ins Freie leitet und gleichzeitig die Baukonstruktion vor Brandbelastung schützt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen rußbrandbeständigen Schornsteinen (auch Kaminzug genannt) und nicht rußbrandbeständigen Abgasleitungen. Feste Brennstoffe, z.B. Holz, Pellets und Kohle benötigen einen rußbrandbeständigen Schornstein.
Bei Öl und  Gas würden weniger belastbare Abgasleitungen genügen. Damit ein universeller Wechsel der Betriebsweise oder des Brennstoffes möglich ist, empfehlen Experten, alle Abgasanlagen nach den strengeren Kriterien für Schornsteine auszulegen.